FAQs
Häufig gestellte Fragen
Wie läuft die Vorprüfung der Ideen ab?
Vor dem Ideen-Voting gibt es eine genaue Einschätzung und Qualifizierung aller eingereichten Ideen vom Projektteam des Pilotquartiers. Teil der Vorprüfung sind:
Vorprüfung / Einschätzung
Werden die Spielregeln für die Idee eingehalten?
Ist eine technische und rechtliche Umsetzung machbar?
Liegt die Idee innerhalb des Budgetrahmens?
Ist die Idee gemeinnützig, d. h. dient sie nicht rein Einzelinteressen bzw. ist sie nicht rein gewinnorientiert?
Qualifizierung
Es wird geprüft, inwiefern sich inhaltlich ähnliche Ideen und Ansätze zusammenführen lassen.
Bei Bedarf werden offene Fragen mit den Ideengeber*innen geklärt.
Ideen, die uns handschriftlich oder postalisch erreicht haben, werden digital erfasst, damit darüber abgestimmt werden kann.
Entscheid
Anschliessend wird über den weiteren Umgang mit den eingereichten Ideen entschieden. Nicht alle Ideen sind für das partizipative Budget geeignet. Je nach Idee ist ein anderer Weg sinnvoller, z.B. eine städtische Förderung.
Wie setzt sich die Fachjury zusammen und nach welchen Kriterien bewertet sie?
Die Fachjury besteht aus 15 Personen mit unterschiedlichen fachlichen Hintergründen in zentralen Themenfeldern wie Bewusstsein & Verhalten, Mobilität, Wohnen, Ernährung und Gesundheit, Kreislaufwirtschaft, Gemeinschaft sowie Technologie und Wirtschaft. Neben Vertreter*innen aus dem Quartier sind auch Personen aus der Verwaltung sowie weitere Expert*innen beteiligt. Diese Zusammensetzung ermöglicht, dass die eingereichten Ideen differenziert und aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden.
Die Fachjury bewertet die Ideen anhand ihrer transformativen Wirkung, ihrer Umsetzbarkeit – auch im Hinblick auf die Projektträgerschaft – sowie ihres Nutzens für das Quartier. Ausserdem wird darauf geachtet, ob sie ein Beitrag zum Netto-Null Ziel leisten und das Zusammenleben vor Ort stärken.
Wie hoch ist die finanzielle Unterstützung für ausgewählte Projekte?
Gesucht werden Projekte jeder Grösse. Die durch das Projektvoting im November 2026 ausgewählten Projekte können, je nach Bedarf und passend zum Vorhaben, mit bis zu 200.000 Franken unterstützt werden. Die genaue Projektsumme wird in der Projektentwicklungsphase erarbeitet.
Welche Projektideen werden durch das partizipative Budget gefördert und welche nicht?
Gesucht werden Projekte, egal ob klein oder gross, die helfen, Treibhausgasemissionen zu reduzieren, Ressourcen clever zu nutzen und das ganze Quartier weiterzubringen. Wichtig: Projekte, die zwar klimarelevant sind, aber in erster Linie privaten Zwecken dienen – wie die energetische Sanierung der eigenen Wohnung oder der Kauf eines privaten E-Velos – werden nicht gefördert. Eingereichte Ideen sollen dem Gemeinwohl dienen, offen und für viele nutzbar sein. Weitere Details findest du in den Spielregeln.
Einige Beispiele:
✅ Gemeinschaftlicher Garten auf privaten Flächen
Beschreibung: Anwohner*innen unterhalten einen Urban Garden und organisieren öffentliche Pflanzaktionen zur CO2-Bindung, Biodiversitätsförderung und Hitzevorsorge.
❌ Sanierung der eigenen Wohnung zur Energieeinsparung
Begründung: Zwar klimarelevant, aber eine rein private Massnahme ohne Allgemeinwohlbezug.
✅ Offene Werkstatt zur Reparatur von Velos und Alltagsgegenständen
Beschreibung: Bewohner*innen unterhalten eine Velowerkstatt als Quartiertreffpunkt mit E-Ladesäulen und kleinem Repair-Café.
❌ Kauf eines privaten E-Lastenvelos für die Familie
Begründung: Der Nutzen liegt nur bei Einzelpersonen und das Fahrzeug ist nicht öffentlich zugänglich.
Was bedeutet Netto-Null-Emissionen?
Netto-Null Emissionen bedeuten: Es werden insgesamt nicht mehr Treibhausgase ausgestossen, als wieder aus der Atmosphäre entfernt werden können. Ziel ist also, dass sich Ausstoss und Abbau von Treibhausgasen langfristig die Waage halten.
Für die Stadt Zürich bedeutet das: Bis 2040 sollen die direkten Treibhausgasemissionen auf Netto-Null sinken – für die Stadtverwaltung selbst gilt dieses Ziel bereits bis 2035. Gleichzeitig sollen auch die indirekten Emissionen gegenüber 1990 um 30 % reduziert werden. Ein Überblick der städtischen Klimaschutzziele, strategischen Handlungsbereiche und Klimaschutzmassnahmen findest du hier.

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