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Kurzzusammenfassung

Das Klima Grand Hotel ist ein gemeinschaftlich organisierter Ferienort für das Quartier, an dem ein genussvolles Leben innerhalb der Netto-Null-Grenzen erprobt wird. Es bietet eine klimafreundliche Alternative zu Flugreisen und stärkt gemeinschaftliches Lernen. Gleichzeitig dient es als Ausgangspunkt für eine langfristige Klimagenossenschaft.

KLIMA GRAND HOTEL - Ferien Netto Null für Bewohner*innen von Binz und Alt-Wiedikon

Avatar: Martin Schick Martin Schick

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Was soll entstehen?
Projektidee Wir lancieren ein erstes Klima Grand Hotel für alle interessierten Menschen im Netto-Null Quartier. Umgekehrte Logik: Dieses Projekt findet nicht im Quartier statt, sondern für das Quartier, als ein Ort der Auszeit, für die Gemeinschaft und als Lernfeld für Menschen in Binz und Alt-Wiedikon. In diesem Commons-Ferienort wird konsequent aber genussvoll nach Netto Null gelebt und es ermöglicht den Gästinnen Erfahrungen, die nachhaltig in ihren Alltag wieder daheim verändern können. Gleichzeitig bietet es vielen Quartiersbewohnenden eine attraktive Alternative zum Ferienflug. Das Klima Grand Hotel ist Einstiegsdroge für ein grösseres Lernfeld: Die IG Klimagenossenschaft will langfristig eine richtige Klimagenossenschaft für das Zusammenleben in der Stadt Zürich aufbauen. Eine solche städtische Klimagenossenschaft verfügt über einen gemeinsamen Ferienort für die Genossenschafter*innen, der einfach erreichbar ist und eine Alternative für die vielen vereinzelten privaten Ferienhäuschen bietet. Für die Umsetzung einer Klimagenossenschaft in Binz Alt Wiedikon fehlt aktuell ein Baufeld sowie auch der politische Wille - aber irgendwo müssen wir ja anfangen, und warum nicht mit einem gemeinsam getragenen Netto Null-Ferienort? Die dazu gehörige Wohnsiedlung im Quartier folgt daraufhin automatisch. Kernelemente Wir wissen, dass Flugreisen einen massiven Teil der Emissionen ausmachen. Terran – also das bewusste Verzichten auf das Fliegen – ist in diesem Sinne das neue Vegan: ein gesellschaftlicher Trend, der jetzt maximale Förderung braucht, insbesondere in einer wohlhabenden Gesellschaft, die sich klimaverträgliche Lebensstile leisten kann. Im Kern geht es um das Aushandeln von Ressourcen innerhalb der Grenzen eines 1‑Planeten‑Lebensstils – und um die Frage, wie wir im Spannungsfeld zwischen Verbindlichkeit und Transparenz zu fairen, wirksamen Lösungen kommen. Entweder wird ein leerstehendes Hotel genutzt und steht für ein Jahr Bewohner*innen als Feriendestination sehr preisgünstig zur Verfügung oder es finden sich ausreichend Genossenschafterinnen und finanzielle Unterstützer*innen, um ein leerstehendes Hotel zu kaufen und entsprechend den Anforderungen um- und auszubauen. Die Subvention von Netto Null Quartier erlaubt den Aufbau einer Geschäftsstelle. Genossenschafts-Anteilsscheine erlauben die Miete/den Kauf, Umbau und Betrieb. Weitere Suventionen werden eingeholt, v.a. für spezifische Themen/Bereiche. Grundidee Ein günstiger und lustvoller Ferienort, bei dem wir mitreden, mitbauen, mitverhandeln können! Aber er steht unter einer Satzung: Hier wird mit Ressourcen gemäss einem Planeten gelebt. Genau: nicht nur gewohnt, sondern gelebt. Mit allem, was dazu gehört. Hotelbesuchende nehmen an Sitzungen teil und arbeiten Teilzeit mit. Das ist Teil der Erholung, denn es entspricht dem langersehnten guten Gefühl, endlich mal was in Sachen Klimagerechtigkeit machen zu können: Give us a break! Der Hotelbetrieb ist als Genossenschaft organisiert, denn dadurch besteht mehr Verbindlichkeit, mehr Mitverantwortung, Mitsprache und Beteiligung. Klimagenossenschafterinnen erhalten für ihren Aufenthalt einen Spezialtarif und Vorrang in der Buchung. Darüber hinaus steht das Hotel auch nicht-Genossenschafter*innen offen, allerdings im Markt-orientieren Preissegment. Optional kann die Rezeption des Hotels im Netto Null Quartier ein Plätzchen finden, um einerseits wie ein Reisebüro Lust auf den entfernten Ferienort zu machen und um die Schlüssel und das gute Gefühl bereits ab Zürich mitzugeben. Wirkung & Übertragbarkeit Die Wirkung ist vierfach: 1) Menschen fliegen weniger und verbringen ihre Ferien in einem nahgelegenen Ort, an dem sie selbst beteiligt sind, ergo: die Emmissionen im Quartier sinken 2) Diese Genossenschafter*innen brauchen kein eigenes, oft leerstehendes Ferienhaus - ein erheblicher materieller und energetischer Fussabdruck entfällt. 3) Wir lernen, wie Netto Null Leben schön sein kann, 4) Wir generieren Daten und Erkenntnisse, die den Aufbau einer Klimagenossenschafts-Siedlung fundiert vorbereiten. Das langfristige Ziel dabei bleibt die Umsetzung einer Klimagenossenschaft, wie es auch die politische Motion der Stadt Zürich verlangt. Das Element Commons-Ferienort ist ein Lernfeld, aber auch ein Katalysator für den Aufbau einer Klimagenossenschafts-Siedlung im Quartier Binz Alt-Wiedikon.
Beispiel
Grundlagen für die Idee liefert Neustart Schweiz mit ihren Berechnungen rund um die Realisierung einer klimagerechten Wohnsiedlung, sowie der Entwurf eines Grand Hotels à la P.M./Hans Widmer (https://www.watson.ch/wirtschaft/schweiz/712890524-wer-moechte-nicht-das-ganze-jahr-in-einem-grand-hotel-leben). Aktuell ist eine Motion für die Umsetzung einer klimagerechten Siedlung in der Stadtpolitik hängig. Für das Projekt an der Thurgauerstrasse der Wohnbaugenossenschaft mehr als wohnen wurde in einer Arbeitsgruppe ein Massnahmenpaket erarbeitet, in dem u.a. eine gemeinsame Feriendestination festgeschrieben wird. Als Vergleich: In den gängigen Genossenschaften (z.B. Kalkbreite Genossenschaft oder Kraftwerk) haben die Bewohnenden zwar eine eingeschränktere private Wohnfläche, jedoch gibt es viele Möglichkeiten, zusätzlich im Besitz einer Zweitwohnung oder Ferienwohnung zu sein, die nicht mit anderen Genossenschafter*innen geteilt wird. Selbstverständlich gibt es viele nachhaltige Hotel oder Hotels, die das „Netto-Null“-Prinzip (Net Zero) verfolgen oder bereits umsetzen. Während viele Hotels „klimaneutral“ durch Kompensation (Zertifikate-Kauf) sind, streben andere Netto-Null-Betriebe danach, ihre Emissionen von Bau über Betrieb bis Entsorgung zu minimieren. Für die zusätzlichen Komponenten a) genossenschaftlichen Mitgestaltung, b) Mitarbeit vor Ort und c) Lernmöglichkeiten in Sachen Klimagerechtigkeit gibt es aktuell kein konkretes Beispiel. Hotels, die auf Partizipation setzen und durch kulturelle oder gemeinschaftliche Veranstaltungen sich konstituieren oder erhalten, bzw. wirken: https://alpenhof.ai/ https://www.reginamuerren.ch/ Relais du châtelot, société coopérative https://www.hotellachauxdabel.ch/
Bist du eine Einzelperson oder Teil einer Gruppe?
Wir sind eine informelle Gruppe (z.B. Nachbarschaftsgruppe)
Name
Verein IG Klimagenossenschaft • Durable Planung und Beratung GmbH Binzstrasse 12 • Barbara Emmenegger Soziologie&Raum, Binzstrasse 29 • JEFF Zürich AG, Grubenstrasse 15 «Kommunikationspartner» • rao gmbh - Architektur, Zürich
Setzt du die Idee allein um oder sucht du noch Mitstreiter*innen?
Ich/wir setzen die Idee selbstständig um
Beschreibe den/die Ort(e)
In den Schweizer Alpen
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