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Erfolgreicher Auftakt zur prozessualen Parkentwicklung «Josefina»
Unter folgendem Link kann das Fotoprotokoll beider Veranstaltungen eingesehen werden.
Gemeinsam mit der Bevölkerung startete ab dem Frühjahr 2025 der Prozess für den temporären lernenden Quartierpark neben der Energiezentrale an der Viaduktstrasse. Unter dem Namen «Josefina» und mit der Begleitung eines interdisziplinären Teams, zusammengesetzt aus den Fachbüros Denkstatt sàrl, S2L Landschaftsarchitektur & Stadtplanung und oekoskop AG wird sich der Quartierpark über die kommenden Jahren fortlaufend entwickeln.
Konkrete Nutzungsbedürfnisse wurden aufgenommen und im Dialog mit Macher*innen vor Ort weitergedacht. Josefina bietet Raum zum Mitgestalten, Ausprobieren und Verändern – über mehrere Jahre hinweg. So entsteht ein Freiraum, der sich kontinuierlich mit den Bedürfnissen der Nutzer*innen wandelt und weiterentwickelt sowie das gesammelte Wissen für die langfristige Entwicklung sichert.


Erste Mitwirkungsveranstaltung «Aussaat»
Am 5. März 2025 lud Grün Stadt Zürich gemeinsam mit dem Projektteam zur «Aussaat» ein. Eine Veranstaltung als Auftakt in den Prozess für die organisierte Öffentlichkeit. «Die temporäre Baumschule ist ein erster, sichtbarer Schritt hin zu mehr Grünraum – ein wichtiger Teil der prozessualen Parkentwicklung», erklärte Simone Brander bei ihrer Begrüssung. Anschliessend wurde über das Vorhaben informiert, das Planungsteam vorgestellt, die geplante Arbeitsweise erläutert und offene Fragen beantwortet. In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre wurden wertvolle Perspektiven geteilt, Ideen ausgetauscht und die nächsten Schritte diskutiert.
Besonders erfreulich war das grosse Interesse an einer aktiven Mitgestaltung. Die Einladung zum Picknick der Aktivitäten am 29. März wurde mit Begeisterung aufgenommen – die Gelegenheit für die breite Bevölkerung, sich einzubringen und die Entwicklung des Parks gemeinsam voranzutreiben.

Zweite Mitwirkungsveranstaltung «Picknick der Aktivitäten»
Am 29. März 2025 folgte mit dem «Picknick der Aktivitäten» der öffentliche Start, an dem rund 40 Personen aus der Bevölkerung teilnahmen. Nach einer Einführung durch das Projektteam und Informationen zum Prozess konnten die Teilnehmer*innen in thematisch gegliederten Gruppen ihre konkreten Nutzungsbedürfnisse in einem Modell skizzenhaft einbringen und gemeinsam diskutieren. Trotz Regenwetters liessen sich die Anwesenden nicht entmutigen und nutzten die Gelegenheit, die Ideen am Modell draussen zu testen. Es wurden verschiedene Nutzungsideen diskutiert und erste Möglichkeiten zur Organisation des Parks erkundet.
Die aktive Beteiligung und das grosse Interesse bestätigen das starke Engagement der Quartierbevölkerung für den neuen Park.
Erkenntnisse aus den beiden Veranstaltungen
Aus den Gesprächen und Modellskizzen haben sich einige Erkenntnisse und wiederkehrende Ideen herauskristallisiert. Die Idee der städtischen Baumschule stiess auf Verständnis und war für die Teilnehmenden nachviehbar. Viele wünschen sich eine stärkere räumliche Trennung zur Neuen Hard, die in ihrer heutigen Gestaltung als störend empfunden wird. Sehr beliebt war die Idee eines überdachten Ortes im Park, etwa in Form eines Pavillons, der Schutz vor Sonne und Regen bietet. Ein solcher Ort würde vielfältige Nutzungen ermöglichen und Menschen jeden Alters in den Park einladen. Daneben betonten die Teilnehmenden die Bedeutung von Nischen und differenzierten Räumen – etwa für Sitzgelegenheiten, sportliche Aktivitäten oder gemeinsames Grillieren. Zugleich soll eine offen Platzsituationen im Zentrum des Parks Raum für Begegnung schaffen. Jugendliche sollen im Park willkommen sein, ihr Aufenthalt und ihr Tun soll bewusst zugelassen und unterstützt werden. Auch die Natur soll ihren Platz finden: Es wurde der Wunsch geäussert, spontane Besiedlungen durch Flora und Fauna zu ermöglichen und sichtbar zu machen. Schliesslich wurde festgehalten, dass bereits minimale Infrastrukturen, wie Strom- und Wasseranschlüsse, ein grosses Potenzial für Aktivitäten im Park bergen.
Unter folgendem Link kann das Fotoprotokoll beider Veranstaltungen eingesehen werden.





Sämtliche Fotos von ©Samuel_Bramley
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